Obertongesang – sich tief in der Seele berühren lassen

December 8th, 2009

Diesem Stimmphänomen kann man sich nicht entziehen, man spürt sofort die Ursprünglichkeit und das mystische Moment.

So verwundert es nicht, dass es im mongolischen heißt, dass die zweite, über der ersten schwebende Stimmen, die der Geister seihe, die auf diese Art und Weise mit uns in Kontakt treten.

Der Obertongesang ist hauptsächlich in Zentralasien in der Mongolei verbreitet und in der sakralen Musik Tibets verankert.

Lässt man sich auf diese Töne ein, kann man sich die Mönche gut vorstellen - in der kargen Landschaft, in der Weite …es vibriert im ganzen Körper, den Knochen, dem Blut und dem Gehirn.

Zwei Musikern sind wir begegnet und haben sie auf zwei verschiedenen Vernissagen singen und spielen hören - jedes mal ein faszinierendes Erlebnis! 

                       

Jens Mügge, Berlin 2008        Jan Heinke, Dresden 2009

Der Obertongesang ist eine Gesangstechnik, die aus dem Klangspektrum der Stimme einzelne Obertöne so herausfiltert, dass sie als getrennte Töne wahrgenommen werden und der Höreindruck einer Mehrstimmigkeit entsteht. Das heißt, mit einer Stimme zwei Töne zugleich zu singen.

Diese ungewöhnlichen Klangeffekte werden immer mehr Beachtung finden, sie sind eine Bereicherung um die Atmosphäre einer Ausstellung zu ergänzen, oder werden in der Musik und bei Filmszene eingesetzt.

Aber auch zu therapeutischen Zwecken sind die intensiven, tief ins Innere dringende Töne einsetzbar.

Sie bringen den Zuhörer mit der eigenen inneren Welt in Verbindung und ermöglichen einen Kontakt, den man ansonsten vielleicht nur während einer Meditation erreichen kann.

„Ich sehe es anders als du es siehst”

October 29th, 2009

 

 

 

 

Ausstellung für jugendliche Künstler

Der Verein Anrath 1tausend lädt alle Jugendlichen im Alter von 15 bis 25 Jahren, die gerne zu Pinsel und Farbe oder zur Kamera greifen, ein, sich für die Ausstellung: “Ich sehe es anders als du es siehst“ zu bewerben.

Am 3. Juli 2010, beim „Anrath 1tausend Benefiz-Konzert“ auf der Donkkampfbahn in Anrath, sollen ausgewählte Kunstwerke gemeinsam mit den Collagen der Anrather Künstlerin Beate Krempe im Künstlerzelt gezeigt werden.

Mit viel Raum für eigene Ideen soll es eine Ausstellung werden, die die Impulse der Zeit und die Themen der Jugendlichen wiederspiegelt.

Weitere Infos unter:

www.anrath1tausend.de

Chicago El

September 25th, 2009

Erinnerungen an die wilden 20ziger werden wach!

Man begibt sich in eine unvergleichliche Atmosphäre, wenn man sich in dem 130 Jahre alten Downtown-Bezirk im historischen Stadtkern Chicagos bewegt.
Ein ständiges, ohrenbetäubendes Rattern und Quietschen begleitet den Spaziergänger.

Die Straßen sind durch die eiserne Hochbahn der „EL“ als Abkürzung für “elevated” (engl. für erhöht) verdunkelt.

                                                                           

Durch das Gerüst bilden Licht und Schatten Ornamente auf der Strasse, die El ist hier allgegenwärtig, es gibt kein Entfliehen! Der Blick nach oben bleibt in diesem Stadtviertel durch das breite Schienennetz verschlossen.  Nur der Weg über eine der zahlreichen Eisentreppen zu den Bahngleisen, eröffnet dem Besucher eine neue Dimension um die eindrucksvolle Architektur Chicagos zu erblicken.

Wenn die Dämmerung anbricht werden durch die Dunkelheit und die skurrilen Geräuschen alte Filme lebendig.In jenem verruchtem Viertel fanden damals, in den Zwanzigern und Dreißigern die Bandenkriege statt - Das Chicago der wilden 20er-Jahre, Al Capone, Maffia, Prohibition!  

 

 

Ein Muss für jeden Chicagobesucher und Krimifan!

Die kreative Dresdener Neustadt

March 26th, 2009

Alaunstrasse Dresdener Neustadt

Wenn man die Alaunstrasse in der Dresdener Neustadt entlang bummelt, spürt man schon, dass hier viele kreative Geister am Werke waren und sind.

Die äußere Neustadt hat sich entwickelt! 

In diesem heutigen Szeneviertel, welches lange als kritischer Stadtteil galt, haben viele Geschäftsideen ihren Platz gefunden, witzige Cafes im 40ziger Jahre Stil, alternative Plattenläden, Galerien und kleine Theater.

Mit viel Liebe und Einfallsreichtum ist seit 1997 zwischen der Görlitzer Str. 21-25 und der Alaunstr. 70 ein kreatives, wunderschönes Werk entstanden, zuerst ging es nur um eine Renovierung eines denkmalgeschützten Hauses, dann richtete man den Blick auf die Hinterhöfe…Ideen entwickelten sich, eine phantastisches Areal mit den verrücktesten Fassaden, belebt durch Cafes, Ateliers und kleinen Geschäften, entstand:

Der Hof der Tiere, der Elemente, des Lichts, der Metamorphosen und der Hof der Fabelwesen.
Alles zusammen:

Kunsthofpassage

DIE KUNSTHOFPASSAGE

Infos unter: http://www.kunsthofpassage.de

Rotterdam - Kulturelle Vielfalt

March 4th, 2009

Rotterdam hat viele Gesichter, die Skyline ist unverwechselbarRotterdam 1Rotterdam 2Rotterdam 3

Hier stehen die typischen holländischen Stadthäuser neben modernster Architektur und Kunst.

Der Architekt „Piet Blom“ hat im Zentrum „Kubushäuser“ gebaut, sie und andere „verrückte“ Bauwerke verleihen der Stadt etwas Avantgardistisches und Futuristisches.

Eine halbe Millionen Menschen leben in dieser außergewöhnlichen Stadt.
Das Stadtbild ist von unterschiedlichsten Nationalitäten geprägt, entsprechen ist auch die Vielfalt der Restaurants und Geschäfte.

Im Jahre 2001 wurde Rotterdam zur europäischen Kulturhauptstadt gewählt.

Von alten Zeiten erzählen die nostalgischen Schiffe im Rhein und der Nieuwe Maas. Mitten in der Stadt in einem Hafenbecken, ist das Hafenmuseum, die vielen „alten Kähne“ korrespondieren wunderbar mit der Moderne.

Überall sind große Baustellenflächen…die Ideen zur Umgestaltung fließen weiter…es wird gebaut!

GRENZERFAHRUNGEN

February 18th, 2009

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Eindrücke vom 15. Februar

beim traditionellen

 «Rundgang» an der

Kunstakademie Düsseldorf

 „Kunst sucht Grenzen“, immer wieder konnte man diese Herausforderung spüren, ob Ekel, Entsetzen, Scharm oder Faszination, man durchlebt sie alle, wenn man sich die Zeit nimmt durch die vier Stockwerke der Kunstakademie Düsseldorf zu schlendern.

Da schaut man z.B. in ein riesiges Gesicht, gemalt von Pascal Schwendener, man denkt vielleicht, “na ja, ein etwas ungepflegt oder heruntergekommener Typ“, aber beim näheren Hinsehen gibt es Gewissheit…iiiih, überall krabbelt es, Milben, Würmer, Maden…!

Daneben eine Installation von David Wagner, auch hier spielt sich eine ganze Reihe von skurrilem Treiben ab! Skelette, menschlicher und tierischer Herkunft stellen ein “gemütliches Beisammensein“ dar, in dem es an Blut und Grauen nicht fehlt! „Es wird angerichtet“ im wahrsten Sinne des Wortes! 

Ein anderer Raum - hier ist es eine Kartoffel, umgebaut zu einer Handgranate, auf einem Dönergrill positioniert, ein makaberes Schauspiel von Christoph Knecht, das den Besucher schockiert.

Da lässt die Installation von der Koreanerin Hyojin Jeong uns wieder durchatmen, «Massagesalon ist geschlossen» heißt ihre Komposition von „Vergessenen Kleinigkeiten“ feine, kleine Zeichnungen, Memozettel mit der Erinnerung: «Ein Kunde hat seinen Bademantel vergessen» ein anderer mit «Fußreflexzonen» und auf einer Serviette das Rezept für einen«Mai-Thai-Cocktail». Ein Stück Zeitgeschichte, festgemacht an einem bestimmten Ort.

Wir gehen weiter, etwas Neues zieht unsere Blicke auf sich: Eine wundervolle Leichtigkeit strahlt die Drahtskulptur in Form einer Krinoline,  von Maria Mikhejeva aus, sie schwebt durch den Raum, doch die Leichtigkeit trübt,
14 Puppenköpfe die ringförmig angeordnet sind, bilden mit totem Blick und teilweise ohne Haare, das Haupt des Drahtwesens…und wieder stellt sich dieses leicht Grauen ein…

Ein Rundgang voller Grenzerfahrungen, spannend und ausdrucksstark!

Es ist immer wieder ein lohnender Weg nach Düsseldorf, wenn Ende des Semesters die Türen der Kunstakademie für den Besucher aufgehen! 

Die Collage – eine faszinierende Chronik unserer Zeit

January 11th, 2009

Von ihr geht immer etwas Innovatives aus, sie spiegelt die Zeit in der wir leben und dokumentiert unsere Kultur.
Die Collage kann dem Alltäglichen, dem Nichtssagenden einen ganz neuen Reiz verleihen, sie hält bestimmte Angelegenheiten der Realität fest, gibt ihnen eine neue Bedeutungsebene, sucht, findet und vollendet.

Der schöpferische Geist des Collagenkünstlers wählt dabei Objekte des Massenkonsums aus und verleiht Ihnen die Kraft sich gegenseitig ihr Nebeneinander zu steigern - er lässt Metaphern entstehen.
Bei den ausgewählten Themen von Collagen geht es oft um Vergänglichkeit, Zerfall oder Zerstörung und den Reiz der Schönheit der verblassenden Farben.

Ausstellungshinweis:
Einladung zur Vernissage