GRENZERFAHRUNGEN

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Eindrücke vom 15. Februar

beim traditionellen

 «Rundgang» an der

Kunstakademie Düsseldorf

 „Kunst sucht Grenzen“, immer wieder konnte man diese Herausforderung spüren, ob Ekel, Entsetzen, Scharm oder Faszination, man durchlebt sie alle, wenn man sich die Zeit nimmt durch die vier Stockwerke der Kunstakademie Düsseldorf zu schlendern.

Da schaut man z.B. in ein riesiges Gesicht, gemalt von Pascal Schwendener, man denkt vielleicht, “na ja, ein etwas ungepflegt oder heruntergekommener Typ“, aber beim näheren Hinsehen gibt es Gewissheit…iiiih, überall krabbelt es, Milben, Würmer, Maden…!

Daneben eine Installation von David Wagner, auch hier spielt sich eine ganze Reihe von skurrilem Treiben ab! Skelette, menschlicher und tierischer Herkunft stellen ein “gemütliches Beisammensein“ dar, in dem es an Blut und Grauen nicht fehlt! „Es wird angerichtet“ im wahrsten Sinne des Wortes! 

Ein anderer Raum - hier ist es eine Kartoffel, umgebaut zu einer Handgranate, auf einem Dönergrill positioniert, ein makaberes Schauspiel von Christoph Knecht, das den Besucher schockiert.

Da lässt die Installation von der Koreanerin Hyojin Jeong uns wieder durchatmen, «Massagesalon ist geschlossen» heißt ihre Komposition von „Vergessenen Kleinigkeiten“ feine, kleine Zeichnungen, Memozettel mit der Erinnerung: «Ein Kunde hat seinen Bademantel vergessen» ein anderer mit «Fußreflexzonen» und auf einer Serviette das Rezept für einen«Mai-Thai-Cocktail». Ein Stück Zeitgeschichte, festgemacht an einem bestimmten Ort.

Wir gehen weiter, etwas Neues zieht unsere Blicke auf sich: Eine wundervolle Leichtigkeit strahlt die Drahtskulptur in Form einer Krinoline,  von Maria Mikhejeva aus, sie schwebt durch den Raum, doch die Leichtigkeit trübt,
14 Puppenköpfe die ringförmig angeordnet sind, bilden mit totem Blick und teilweise ohne Haare, das Haupt des Drahtwesens…und wieder stellt sich dieses leicht Grauen ein…

Ein Rundgang voller Grenzerfahrungen, spannend und ausdrucksstark!

Es ist immer wieder ein lohnender Weg nach Düsseldorf, wenn Ende des Semesters die Türen der Kunstakademie für den Besucher aufgehen! 

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