Obertongesang – sich tief in der Seele berühren lassen

Diesem Stimmphänomen kann man sich nicht entziehen, man spürt sofort die Ursprünglichkeit und das mystische Moment.

So verwundert es nicht, dass es im mongolischen heißt, dass die zweite, über der ersten schwebende Stimmen, die der Geister seihe, die auf diese Art und Weise mit uns in Kontakt treten.

Der Obertongesang ist hauptsächlich in Zentralasien in der Mongolei verbreitet und in der sakralen Musik Tibets verankert.

Lässt man sich auf diese Töne ein, kann man sich die Mönche gut vorstellen - in der kargen Landschaft, in der Weite …es vibriert im ganzen Körper, den Knochen, dem Blut und dem Gehirn.

Zwei Musikern sind wir begegnet und haben sie auf zwei verschiedenen Vernissagen singen und spielen hören - jedes mal ein faszinierendes Erlebnis! 

                       

Jens Mügge, Berlin 2008        Jan Heinke, Dresden 2009

Der Obertongesang ist eine Gesangstechnik, die aus dem Klangspektrum der Stimme einzelne Obertöne so herausfiltert, dass sie als getrennte Töne wahrgenommen werden und der Höreindruck einer Mehrstimmigkeit entsteht. Das heißt, mit einer Stimme zwei Töne zugleich zu singen.

Diese ungewöhnlichen Klangeffekte werden immer mehr Beachtung finden, sie sind eine Bereicherung um die Atmosphäre einer Ausstellung zu ergänzen, oder werden in der Musik und bei Filmszene eingesetzt.

Aber auch zu therapeutischen Zwecken sind die intensiven, tief ins Innere dringende Töne einsetzbar.

Sie bringen den Zuhörer mit der eigenen inneren Welt in Verbindung und ermöglichen einen Kontakt, den man ansonsten vielleicht nur während einer Meditation erreichen kann.

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